Im Herbst 2025 hatte ich das Privileg, zum zweiten Mal in diesem Jahr nach Uganda zu reisen. Dieses Mal waren wir ein kleines Team von sechs Personen, was uns die besondere Gelegenheit gab, direkt im Kinderheim zu übernachten. Dort wurden extra Räume in Schlafräume umfunktioniert und sogar ein neues Badezimmer für uns gebaut. Wir haben uns sehr wertgeschätzt gefühlt.

Ein Höhepunkt der Reise war auf jeden Fall das erste Kindercamp, das wir für die Kinder aus dem Kinderheim veranstalten konnten. Es waren über 100 Kinder mit dabei. Unter dem Motto „Fearless“ – inspiriert vom Bibelvers Philipper 4,13: „Ich vermag alles durch Christus, der mich stark macht“ – erlebten wir drei Tage gefüllt mit lebendigen Gottesdiensten, die wir aktiv mitgestalten konnten, Musik, Tanz, spannende Gruppenspiele, Sportturniere und noch einiges mehr.

Jeden Tag gab es für die Kinder frisch zubereitetes Essen – für viele eine besondere Freude, da sie häufig aus ärmlichen Verhältnissen kommen.

Aus Deutschland hatten wir kleine Überraschungen mitgebracht, darunter Kinderschminke, Luftballons, Seifenblasen, Kratzbilder und Perlen zum Armbänder basteln. Die Kinder waren – über die für uns so einfachen Dinge – begeistert und strahlten vor Freude.

Am letzten Tag des Camps präsentierten die Kinder in einer großen Show ihre Kreativität. Es gab ein Theaterstück, eine Modenschau mit selbst hergestellten Kostümen u.a. aus Bananenblättern, ein selbstgeschriebenes Lied und einen Tanz. Es war für uns beeindruckend zu sehen wie viel Herz, Mühe und Leidenschaft die Kinder hineingaben.

Nach dem Camp besuchten wir über mehrere Tage verteilt einige Familien im Dorf. Wir brachten Essenspakete, beteten mit ihnen und erlebten ihr dankbares Herz. Viele Familien, die selbst nur wenig besitzen, überraschten uns mit kleinen Geschenken wie frischen Eiern oder Bananenstauden – ein berührendes Zeichen ihrer Herzlichkeit und Großzügigkeit.

Ich kann jedem ans Herz legen einmal selbst mit nach Uganda zu reisen. Es ist bewegend zu sehen, wie offen, freundlich und dankbar die Menschen dort sind, obwohl sie unter ganz anderen Verhältnissen leben als wir in Deutschland. Es berührt mein Herz zu sehen wie wir ihnen mit Dingen, die für uns Kleinigkeiten sind und zum Alltag dazu gehören, so eine große Freude machen können.