Unsere 16-tägige Abenteuerreise begann am Samstag, den 21.03.2026: Mit riesiger Vorfreude und vollgepackten Koffern machten wir uns auf den Weg. Und obwohl wir uns als Gruppe zuvor nur einmal bei einem Vortreffen kennengelernt hatten, wurden wir schnell zu einem eingespielten Team.

Afrika zeigte uns sofort seine Regenzeit-Seite: frisches, sattes Grün, aber eben auch matschige „Straßen“ – und somit gleich eine erste abenteuerlich-rutschige Fahrt mit dem Bulli zum „Children’s Home“. Als wir den Fuß auf das Gelände setzten, brach die Sonne wie auf Bestellung durch die Wolken. Wir wurden dort mit lautem Trommeln, traditionellem Gesang, lebensfrohem Tanz und einer unfassbaren Herzlichkeit begrüßt. Es war pure Freude, und alles fühlte sich sofort vertraut und gut an. Für einige von uns war es die erste Reise nach Uganda, während andere sich freuten, endlich dorthin zurückzukehren.

Beeindruckend war der atemberaubende, paradiesische Blick auf die ugandische Landschaft vom Balkon des Heims – den muss man wirklich gesehen haben. Durch das Dickicht ging es nach der Besichtigung des Hauses direkt zur Baustelle. Herzlichen Dank an alle Spender für den Hühnerstall, dem Projekt 2026!

Am 23.03. kam für zehn Tage noch eine weitere Gruppe aus Osnabrück zu uns, sodass wir noch mehr miteinander bewegen und erleben konnten. Der Einkauf sowie das anschließende Verteilen von Essenspaketen und Kleidung an Familien im Dorf waren für uns alle sehr herzergreifend. Es wurde auch ein Schwung Matratzen für die Kinder im Heim gekauft, die landestypisch als großer Stapel auf dem Gepäckträger per Moped (!) transportiert wurden. Auch ein Besuch im Gefängnis, bei dem wir mit den Menschen in Kontakt treten und ihnen Mut für ihre Zukunft zusprechen durften, war bewegend. Die Offenheit, Freundlichkeit und Dankbarkeit all dieser Menschen, die in so viel Not und Armut leben, hinterließ bei jedem einen bleibenden Eindruck.

Für die Kinder im Heim wurden, wie gesagt, Matratzen, aber auch Decken, Stühle und Teller gekauft. Zudem wurden 30 Ziegen an umliegende Familien verschenkt. Andere Familien erhielten die Möglichkeit, einen kleinen Kredit als Startkapital für ein eigenes Business zu bekommen. Es war ein Schenken und Beschenktwerden – ein Geben und Nehmen.

An drei Tagen haben wir ein Kindercamp veranstaltet. Unser Motto war: „So whatever you wish that others do to you, do also to them“ (Matthäus 7,12). Zeit mit den Kindern zu verbringen, ihnen Geschichten aus der Bibel zu erzählen, mit ihnen zu lachen, zu singen und zu spielen, gehörte zu den wertvollsten Momenten. Improvisierte Fußballtore wurden aufgebaut, Kinderschminken angeboten, Bilder ausgemalt, mit Perlen gebastelt und Wasserspiele gespielt.

Die fröhlich-lebendigen Gottesdienste haben uns tief miteinander verbunden. Besonders der Ostersonntag: Wir haben einen Ostergarten mit Stationen vorbereitet, bei denen die Kinder den Einzug nach Jerusalem, das letzte Abendmahl, die Verleugnung des Petrus und auch die Kreuzigung nachempfinden, nachspielen oder einfach zuhören konnten. Im anschließenden Gottesdienst war dann Jesu Auferstehung das Thema, bei dem wir gemeinsam unter einem selbstgebauten Kreuz zusammenkamen. Es war berührend.

Am wunderschönen Victoriasee hatten wir auch Zeit, gemeinsam zu entspannen und Afrika bei Sonnenschein zu genießen – ein traumhaft schönes, fruchtbares Land. Außerdem fuhr ein Teil der Gruppe für zwei Tage auf Safari in den Queen-Elizabeth-Nationalpark: ebenfalls eine atemberaubende und unvergessliche Zeit. Uganda, die Perle Afrikas, beeindruckte uns mit seiner üppigen, grünen Natur und weitläufigen Landschaft. Wilde Tiere beobachten zu dürfen – Zebras, Elefanten, Nilpferde und sogar einen Löwen aus nächster Nähe zu sehen – wirkte entschleunigend und ließ uns ganz im Hier und Jetzt sein.

Der Abschied am letzten Tag fiel von Herzen schwer. Auch die Abreise in Richtung Flughafen zeigte sich typisch afrikanisch: viel Stau und Gehupe auf matschigen Straßen, reichlich Verspätung und nicht zuletzt eine gebrochene Bremsscheibe, die jedoch direkt am Straßenrand von einer nahegelegenen Werkstatt mit vielen „Experten“ repariert wurde. Danke, Jesus!

Es waren 16 Tage voller unvergesslicher Erinnerungen und das Gefühl, ein ganz besonderes Land kennengelernt zu haben. Wir durften viel von den Menschen in Afrika lernen und sind dafür zutiefst dankbar.